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Kreuzbiss

Die erste Kontrolle beim Zahnarzt sollte spätestens zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr erfolgen. Eine der häufigsten kieferorthopädischen Zahnfehlstellungen, die bereits bei Kindern behandelt werden sollte, ist der Kreuzbiss, da es sonst zu einem asymmetrischen Unterkieferwachstum kommen kann.

Beim Kreuzbiss unterscheidet man zwischen hinterem und vorderem Kreuzbiss, dabei ist meist der Oberkiefer in Relation zum Unterkiefer zu klein. Der Kreuzbiss hemmt das Wachstum des Oberkiefers und bewirkt eine einseitige Belastung des Kiefergelenkes. Dadurch kann es langfristig zu einem asymmetrischen Unterkieferwachstum kommen. Auch Schmerzen im Kiefergelenk und in der Muskulatur können aufgrund eines Kreuzbisses entstehen. Bei der Korrektur steht meist die funktionale Beeinträchtigung im Vordergrund, weniger die Ästhetik.

 

Anatomie des Oberkiefers

Der Oberkiefer besteht aus zwei Knochenplatten, die mittels einer elastischen Naht (Sutur) verbunden sind. Diese Naht verknöchert erst im Alter von etwa 20 – 25 Jahren. Deshalb ist eine frühere Behandlung des Kreuzbisses wenig aufwendig und schmerzfrei möglich. Ein positiver Nebeneffekt einer Erweiterung des Oberkiefers ist eine Verbesserung der Nasenatmung, wegen der Verbreiterung der skelettalen Basis.

Die Behandlung im Wechselgebiss erfolgt mit einer festsitzenden Gaumennahtdehnplatte. Die Behandlungsdauer beträgt ca. 3 Monate, dann ist der Kreuzbiss überstellt und das Gesichts- und Kieferwachstum kann ungestört fortschreiten.


Warum festsitzende Gaumennahterweiterung?

Studien haben gezeigt, dass durch eine festsitzende Gaumennahterweiterung die skelettale Basis verbreitert wird. Bei abnehmbaren Lösungen, kommt es vorwiegend zu einer Kippung der Zähne (dentale Wirkung). Eine Überstellung des Kreuzbisses mit abnehmbaren kieferorthopädischen Apparaturen kann bis zu zwei Jahren dauern.


Kreuzbissüberstellung im Erwachsenenalter

Auch im Erwachsenenalter ist eine Überstellung des Kreuzbisses notwendig und durchführbar. Abhängig von der Ausprägung, ist die Überstellung dentoalveolär (Zahnbogenverbreiterung) oder bei schwereren Formen mittels chirurgisch unterstützter Gaumennahterweiterung noch möglich.

Mundhygiene

Eine regelmäßige professionelle Mundhygiene ist Basis einer kieferorthopädischen Behandlung und erspart unangenehme Überraschungen beim Zahnarzt.

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