Leistungen
Jugendliche

Fehlstellungen

Zahnfehl­stellungen

Man spricht von einer Zahnfehlstellung, wenn die räumliche Anordnung eines Zahnes von der physiologischen Idealposition abweicht. Zahnfehlstellungen können ästhetische und/oder funktionelle Konsequenzen auslösen. Sehr häufig treten Sie gemeinsam mit Kieferfehlstellungen auf. Sobald das bleibende Gebiss erreicht ist, können Zahnfehlstellungen korrigiert werden.

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Bissfehl­stellungen

Etwaige Bissfehlstellungen, sofern diese nicht schon im Wechselgebiss korrigiert wurden, können auch im bleibenden Gebiss korrigiert werden. Bis zum abgeschlossenen Wachstum (Mädchen: ca. 18. Lebensjahr,  Buben 21. Lebensjahr) können Bissfehlstellungen rein orthopädisch, ohne chirurgische Maßnahmen korrigiert werden. Die häufigste Bissfehlstellung in Europa ist die Unterkieferrücklage. Diese kann solange sich der Patient noch im Wachstum befindet mit speziellen „Klasse II Apparaturen“ (Korrektur einer Unterkieferrücklage) orthopädisch therapiert werden. Aber auch Progenien (Korrektur einer Unterkiefervorlage) und Kreuzbiss sind noch orthopädisch zu korrigieren.

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Therapiemöglichkeiten

Brackets

Saphir-Brackets

Saphir-Brackets werden aus einem einzelnen kristallreinen, gewachsenen Saphir, dem zweithärtesten Mineral der Welt hergestellt. Der Unterschied zu den Keramikbrackets liegt in der Transparenz. Saphir-Brackets besitzen keine Eigenfarbe. Die eigene Zahnfarbe bestimmt die optische Anmutung, aufgrund der durchsichtigen Eigenschaft dieses Brackets.

Lingual-Brackets

Diese Brackets werden auf die Innenseite der Zähne geklebt. Vorteil ist ganz klar die Ästhetik, denn diese sind dadurch unsichtbar. Nachteil sind höhere Kosten, da jedes Bracket für jeden Zahn eigens hergestellt werden muss. In der Regel bedarf es einer etwas längeren Therapiezeit und am Anfang oft einer lingualen Therapie (Phonetik/Sigmatismus – „S“ Fehler).

Schienentherapie

Die Invisalign Methode

Dabei handelt es sich um speziell angefertigte Schienen/Aligner, die wöchentlich gewechselt werden müssen. Je nach Schweregrad der Fehlstellung werden zwischen 10 und 50 Schienen benötigt, um Fehlstellungen mit Aligner korrigieren zu können. Um Zähne mittels Schienen in allen drei Raumrichtungen bewegen zu können, müssen auf der Zahnoberfläche zahnfarbene Attachments geklebt werden, die während der gesamten Therapie auf den Zahnoberflächen verweilen und bei Bedarf auch verändert werden müssen.

Was kann die Methode?

Um das zu veranschaulichen, werfen Sie doch einen kurzen Blick auf die Animation.

Minipins

Minipins

Dabei handelt es sich um extrakleine Verankerungsschrauben. In der modernen Kieferorthopädie behelfen wir uns bei Bedarf skelettaler Verankerungssysteme, um gewisse Fehlstellungen effizienter und in kürzeren Therapiezeiten korrigieren zu können. Diese Minipins heilen zum Unterschied zu normalen Zahn-Implantaten nicht knöchern, sondern nur bindegewebig ein. Dies bedeutet diese können, wenn sie nicht mehr benötigt werden, ganz einfach wieder entfernt werden.

Klasse II
Apparatur

Eine Klasse II-Korrektur (= Vorverlagerung des Unterkiefers)  ist in vielen kieferorthopädischen Fällen erforderlich. Bis zum abgeschlossenen Wachstum der Wachstumsfuge und manchmal auch etwas darüber hinaus, ist es uns heutzutage möglich, den Unterkiefer orthopädisch in die korrekte Position  zu bringen. Diese Mechaniken stellen eine exzellente Alternative zur klassischen mitarbeitsabhängigen (Gummizüge-) Behandlung dar. Diese wirken konstant mit sanften, weitgehend horizontalen Kräften. Daher ist ihr Einsatz schonend für das Kiefergelenk. Extraktionen und chirurgische Unterkiefer Vorverlagerungen können damit vermieden werden.

Klasse II Apparatur Dynaflex

Klasse II Apparatur Sabbagh

Klasse II Apparatur Forsus

Retention

Retention = Stabilisierung der Zahnstellung. Nach erfolgreicher Korrektur der Zahn-/Kieferfehlstellung wird die Zahnspange entfernt und gründlich gereinigt. Zu diesem Zeitpunkt ist das Ergebnis aber nicht stabil und muss mit fixen und abnehmbaren Retainern stabilisiert werden, um einen Rückfall in die Fehlstellung zu vermeiden.

Wie lange sollte ein Retainer getragen werden? Die Zeitspanne der Retentionsphase hängt von der Art und dem Umfang der erfolgten Zahnbewegung ab, aber prinzipiell spricht man heute von „life long retention“, das bedeutet lebenslanges stabilisieren der Zahnstellung! Sie wird für jeden Patienten individuell festgelegt. Bei der Korrektur von Zahnfehlstellungen, welche durch Erkrankungen des Zahnhalteapparates entstanden sind, ist die Rückfallgefahr besonders hoch. Besonders festsitzende Retainer können über Jahre – ja, sogar lebenslang getragen werden

Festsitzender Retainer

Festsitzende Retainer bestehen aus einem zarten Drahtbogen, welcher an der Innenseite der Frontzähne, von Eckzahn bis Eckzahn, mit einem Spezialkleber unsichtbar befestigt wird. Festsitzende Retainer sind äußerst komfortabel, stören nicht beim Essen und Sprechen und lassen sich problemlos reinigen. Sie sind besonders gut geeignet für die Stabilisierung der Zähne nach umfangreichen Zahnbewegungen, insbesondere Zahndrehungen, mit festsitzenden Apparaturen.

Herausnehmbarer Retainer 

Herausnehmbare Retainer sind aus Kunststoff gefertigte Platten oder Schienen. Diese Schienen werden meist nur nachts getragen. Es ist wichtig, sich an die Anweisungen Ihres Kieferorthopäden zu halten, um den Erfolg der Behandlung nicht zu gefährden.